Wie schaffe ich es, endlich disziplinierter zu werden?

Diese Frage stellte mir die FÜR SIE, aufgrund einer Leser-Anfrage. Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass ich als Selbstwert-Expertin zu diesem Thema angefragt wurde. Doch was haben Disziplin und das Selbstwertgefühl miteinander zu tun? Eine ganze Menge und zwar in zwei verschiedene Richtungen.

Was haben Disziplin und Selbstwert miteinander zu tun?

Um erfolgreich zu sein, gilt es, diszipliniert und konsequent an seinen Zielen, seiner Persönlichkeit und seiner Entwicklung zu arbeiten. Nicht jedem ist der Erfolg gleich in die Wiege gelegt. So manches Mal ist es ein langer, teilweise beschwerlicher Weg. Diesen durchzuhalten, dafür bedarf es Disziplin. Wenn du es nicht schaffst, diszipliniert an deinen Träumen und Visionen zu arbeiten und du deswegen eventuell in einer Lebenssituation verharrst, die dich nicht glücklich macht, dann kann sich das tatsächlich negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken. Das müssen nicht gleich die großen beruflichen Ziele sein. Es fängt im Kleinen an: der regelmäßige Sport, die gesunde Ernährung, Zeit für sich selbst. Wie frustrierend ist es, wenn du es zum wiederholten Male nicht geschafft hast, zum Sport zu gehen oder wenn du mal wieder zur Schokolade anstatt zum Apfel gegriffen hast? Genau diese Momente wirken sich negativ auf das Selbstwertgefühl aus.

Schaffst du es dagegen, konsequent und diszipliniert an deinen Themen zu arbeiten und wenn du dann auch noch den entsprechenden Erfolg verzeichnen kannst, dann wirkt es sich ausgesprochen positiv auf dein Selbstwertgefühl aus.

Doch Achtung, so manches Mal besteht die Gefahr, dass es in einen Selbstoptimierungswahn ausartet. Alles, was übertrieben wird, kann sich wiederum negativ auf die Psyche und das Selbstwertgefühl auswirken. Doch es hat noch eine Nebenwirkung: es fühlt sich irgendwann unglaublich anstrengend an. Und ab diesem Zeitpunkt kann es ins Gegenteil kippen. Beispiel: Du nimmst dir vor, jeden Morgen zu meditieren, danach Sport zu treiben und anschließend in Ruhe gesund zu frühstücken. Um alles vor deiner Arbeit zu schaffen, stehst du morgens um 5.00 Uhr auf. Sehr löblich! Und wenn es zu deinem Biorhythmus passt, dann kann das wunderbar funktionieren. Wenn sich jedoch dein Körper morgens um 5.00 Uhr lieber erholen möchte, weil du beispielsweise ein Nachtmensch bist, dann wird das auf Dauer nicht nur anstrengend, sondern ist auch hochgradig ungesund, weil du permanent unter dem Schlafmangel leiden wirst. Bei mir ist es übrigens genau umgekehrt: Ich kann morgens um 5.00 Uhr voll durchstarten. Aber abends um 21.00 Uhr bin ich einfach platt. Da mag ich rein gar nichts mehr tun und schon gar keinen Sport oder andere anstrengende Tätigkeiten. Meine ganzen Bücher sind allesamt in den Morgenstunden entstanden. Abends bekomme ich kein vernünftiges Wort mehr „zu Papier“ bzw. in den Laptop.

Zu viel Selbstoptimierung kann schaden

Selbstoptimierung ist wunderbar. Doch zur Selbstoptimierung gehört auch, dass du auf deinen eigenen Biorhythmus achtest, um gesund zu bleiben. Weiterhin sollte nach Möglichkeit Freude und auch ein Stück Leichtigkeit dabei sein. Ich nenne dir ein Beispiel:

Ich kenne diverse Menschen, die morgens meditieren wollen, es aber nicht schaffen. Warum? Weil sie sich dazu zwingen wollen. Zwangsmeditation funktioniert einfach nicht und fühlt sich extrem anstrengend an. Alles, was in Zwänge und unangenehme Verpflichtungen ausartet, wird dich auf Dauer ermüden und erschöpfen.

Deswegen frage dich und deinen Körper stets: „Körper, was brauchst du gerade?“ oder auch „Psyche, was brauchst du gerade?“. Manchmal ist eine Stunde der Muße viel sinnvoller, als das ständige Hamsterrad der Selbstoptimierung. Auf die richtige Balance kommt es an.

Erste Schritte für mehr Disziplin und Durchhaltevermögen

  1. Achte auf deinen Biorhythmus. Wie viel Schlaf und Erholung brauchst du, um wirklich leistungsfähig zu sein? Wann sind deine produktivsten Stunden? Wie kannst du deine Selbstoptimierung in diese Stunden einfügen?
  2. Plane dir Zeiten entsprechend deinem Biorhythmus ein. Trage diese in deinen Kalender ein. Es sind feste Zeiten, an denen du keine anderen Termine annehmen wirst.
  3. Finde dein echtes „Warum?“. Sind es wirklich DEINE Ziele, Pläne, Wünsche und Vorhaben oder machst du etwas, weil andere es erwarten? Wenn du ein echtes „Warum!“, also einen Sinn hast, wird vieles Leichter.
  4. Schreib dir deine Ziele auf. Schreibe sie dir so auf, als hättest du sie schon erreicht. Das wirkt stark im Unterbewusstsein.
  5. Finde die richtige Mischung zwischen Strenge und Milde mit dir. Das Leben darf auch weiterhin lebenswert sein, trotz Selbstoptimierung.

 

Mein Beitrag in der FÜR SIE

Wenn du den ganzen Beitrag in der FÜR SIE lesen möchtest, schreibe mir gerne eine Email. Ich sende ihn dir dann gerne zu. Meine Mailadresse: dl@danielalandgraf.com

Mehr Tipps für ein gesundes Selbstwertgefühl, sowie für mehr Glück, Erfolg und Freude im Leben, gibt es in meinem Buch „Das Selbstwert-Lexikon“.